Prämenstruellen Syndrom

Medizinisch wird das Prämenstruelle Syndrom (PMS) definiert als "regelmäßig in der zweiten Zyklushälfte auftretende, ausgeprägte körperliche und psychische Beschwerden".

Prämenstruell bedeutet, dass sich das PMS in den "Tagen vor den Tagen" äußert, also in der Zeit zwischen Eisprung und Einsetzen der Regelblutung. Mit Beginn der Menstruation klingen die Beschwerden dann innerhalb von wenigen Stunden ab.Die Definition ist deshalb so ungenau, weil die Symptome sehr vielfältig sind und in ihrer Art und Stärke von Frau zu Frau stark variieren. Das ist wohl einer der Gründe, warum das PMS lange Zeit (und leider auch heute noch oft genug) als "Scheinkrankheit" oder als "normale Ankündigung" der Regel abgetan wurde.Mittlerweile wird das PMS als definiertes Krankheitsbild anerkannt, nicht zuletzt, weil Studien gezeigt haben, wie häufig es ist. Etwa jede dritte Frau im gebärfähigen Alter leidet an mehr oder weniger ausgeprägten Beschwerden während der zweiten Zyklushälfte.

Ursachen des Prämenstruelle Syndrom

Die Frage, wie PMS entsteht, wird von der derzeit geltenden wissenschaftlichen Meinung kontrovers diskutiert. Zur Zeit kann man nicht genau sagen, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass manche Frauen an einem PMS erkranken und andere nicht. Fest steht nur, dass die Krankheit etwas mit den Hormonschwankungen des weiblichen Zyklus zu tun haben.

Beschwerden die für das Prämenstruelle Syndrom vorkommen können:

 

  • Ziehen und Druckgefühl, Schmerzen und erhöhte Empfindlichkeit der Brust (Mastodynie)

  • Bauchschmerzen mit Völlegefühl, Verstopfung, Blähungen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, der Unterbauch wirkt geschwollen

  • Ödeme, das heißt Schwellungen durch Wassereinlagerungen ins Gewebe, in erster Linie an den Beinen, aber auch an Händen, Armen und im Gesicht

  • Gewichtszunahme, ebenfalls durch Wassereinlagerungen verursacht

  • Kopf- und Rückenschmerzen sowie insgesamt eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit

  • Müdigkeit, allgemeine Erschöpfung

  • Schlafstörungen

  • Veränderungen des Essverhaltens mit Appetitlosigkeit und Heißhungerattacken

  • Depressive Stimmung mit dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Verlust des Selbstwertgefühls, die Stimmungslage ist bei vielen Betroffenen extrem schwankend, plötzliche Wutanfälle und Tränenausbrüche sind keine Seltenheit

  • Lustlosigkeit und Lethargie, die eigenen Interessen scheinen nicht mehr wichtig

  • Nervosität und ständige Anspannung bis hin zu ausgeprägten Angstzuständen

  • Reizbarkeit

  • Konzentrationsprobleme

  • Verlust der Libido

 

Therapieoptionen:

Bevor mit einer Therapie begonnen werden darf, muß eine genaueste gynäkologische Abklärung durchgeführt werden und alle anderen Ursachen der Schmerzsymptomatik ausgeschlossen werden. Die Therapie muss sehr individuell abgestimmt werden. Als Therapieoptionen stehen die medikamentöse, hormonelle oder chirurgische Therapie zur Verfügung.